In Apotheken spielen Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) eine wichtige Rolle beim Verkauf apothekenüblicher Waren wie Kosmetik und Medizinprodukten. Aber auch in der Rezeptur dürfen sie wertvolle Aufgaben übernehmen. Ein Überblick.
Da PKA kein pharmazeutisches, sondern kaufmännisches Personal sind, gilt die goldene Regel: Unterstützung ja, selbstständige pharmazeutische Arbeit nein. Alle Arbeiten in der Rezeptur müssen unter direkter Aufsicht und Verantwortung eines Apothekers oder einer PTA stattfinden. Die Grenze zwischen kaufmännischen und pharmazeutischen Tätigkeiten wird hierbei durch die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geregelt.
Konkret gibt § 3 Absatz 5a der ApBetrO eindeutige Hinweise, bei welchen Aufgaben die PKA sowie PKA-Auszubildende mitwirken dürfen: „Das Umfüllen einschließlich Abfüllen und Abpacken oder Kennzeichnen von Arzneimitteln darf unter Aufsicht eines Apothekers auch durch anderes als das pharmazeutische Personal ausgeführt werden, soweit es sich um Apothekenhelfer, Apothekenfacharbeiter, pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sowie Personen, die sich in der Ausbildung zum Beruf des pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten befinden, handelt.“
Darüber hinaus darf sich das pharmazeutische Personal von dem oben genannten anderen Personal der Apotheke unterstützen lassen.
Die wichtigste Grenze: PKA dürfen keine pharmazeutischen Tätigkeiten eigenverantwortlich ausführen.
Hier spielen PKA eine essenzielle Rolle: „Einige Substanzen sind über den pharmazeutischen Großhandel bestellbar, aber einige eben auch nicht“, erklärt Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke in Erzhausen. Bestimmte Ausgangsstoffe müssten dann direkt bezogen werden. „Diese Direktbestellungen machen bei uns selbstverständlich die PKA. Ohne die Edukte läuft gar nichts.“
Aber auch organisatorische und kaufmännische Dinge werden von PKA übernommen. „Dazu gehört beispielsweise auch die Inventur“, so Nejatian. Aber auch die Kommunikation rund um die Individualrezepturen übernehmen PKA. „Fragen wie, wann eine Anfertigung fertig ist, ob eine Lieferung nötig ist oder auch ob die nötigen Vorgänge im Qualitätsmanagementsystem erledigt sind, das klären bei uns PKA“, so Nejatian.
In dieser Folge unserer Videoreihe geht es um Prozess-Optimierung: Wie lassen sich Bestellprozesse in Apotheken effizienter gestalten – wirtschaftlich, praxistauglich und softwaregestützt? Mit dieser Frage beschäftigt sich PKA Anja Löst.
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Transkripte der 5-teiligen Videoreihe
Teil 1 “Handelsspannenausgleich”
Teil 2 “Bestellprozesse”
Teil 3 "Bestellungen bündeln"
Teil 4 “Wirtschaftlich bestellen”
Teil 5 “Kommunikation am HV”

